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    09. September 2026

    Was wäre, wenn ein Hektar nicht nur ein Feld wäre – sondern eine Zukunft?

    Gambia

    Ein Stück Land kann Nahrung bringen. Einkommen schaffen. Familien tragen. Und Menschen eine Perspektive geben.

    Was wäre, wenn ein Hektar nicht nur ein Feld wäre – sondern eine Zukunft?

    In Bafuloto, Gambia, ist Landwirtschaft für viele Familien weit mehr als ein Beruf. Sie entscheidet darüber, ob am Ende des Monats genug zu essen auf dem Tisch steht.

    Besonders für Witwen und junge Waisen ist das Leben oft von Unsicherheit geprägt. Wenn ein regelmäßiges Einkommen fehlt, wird jede Mahlzeit zur Herausforderung. Eine schlechte Ernte, steigende Lebensmittelpreise oder eine längere Trockenperiode können für eine Familie schnell existenzbedrohend werden.

    Dabei spielt Landwirtschaft in Gambia eine zentrale Rolle. Rund 70 Prozent der Bevölkerung arbeiten im Agrarsektor, für etwa 80 Prozent der Menschen in ländlichen Regionen ist die Landwirtschaft eine wichtige Lebensgrundlage. Gleichzeitig reicht die heimische Produktion nicht aus, um den gesamten Lebensmittelbedarf des Landes zu decken.

    Auch heute sind viele Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen. Für die sogenannte magere Jahreszeit von Juni bis August 2025 wurden rund 244.000 Menschen als akut von Ernährungsunsicherheit betroffen eingeschätzt.

    Armut bedeutet mehr als fehlendes Geld

    Wenn das Einkommen fehlt, fehlt häufig auch die Möglichkeit, langfristig zu planen.

    Ein Kind kann vielleicht nicht regelmäßig zur Schule gehen, weil die Familie andere Ausgaben priorisieren muss. Eine Witwe muss vielleicht mehrere Kinder allein versorgen. Ein junger Mensch sieht keine Möglichkeit, sich eine eigene Existenz aufzubauen.

    Gerade für junge Menschen ist die Situation schwierig: Ein großer Teil der Beschäftigung in Gambia findet im informellen Sektor statt. Gleichzeitig waren zuletzt mehr als 40 Prozent der 15- bis 34-Jährigen weder beschäftigt noch in Ausbildung oder Bildung.

    Deshalb reicht es nicht immer, nur heute zu helfen.

    Wir wollen Möglichkeiten schaffen, damit Menschen morgen selbst für sich sorgen können.

    Genau hier setzt unser Projekt in Bafuloto an.

    Auf rund 0,4 Hektar bauen wir Erdnüsse an. Dafür wurden 65 Kilogramm hochwertiges Saatgut ausgesät.

    Die Pflanzen entwickeln sich gut.

    Doch hinter diesen Zahlen steckt mehr als eine landwirtschaftliche Fläche.

    Denn das Ziel ist nicht einfach, möglichst viele Erdnüsse zu ernten.

    Mit dem Projekt sollen langfristig Einkommensmöglichkeiten entstehen. Davon sollen insbesondere Witwen und Waisen profitieren, die bislang nur wenige Möglichkeiten haben, ihren Lebensunterhalt selbstständig zu sichern.

    Auch die Schülerinnen und Schüler der Madrassa beteiligen sich an dem Projekt. Gemeinsam halfen sie beim Unkrautjäten und beim Ausbringen von 500 Kilogramm organischem Dünger.

    So wird aus einem Feld ein gemeinschaftliches Projekt.

    Denn nachhaltige Hilfe bedeutet für uns nicht, Menschen dauerhaft abhängig von Spenden zu machen. Sie bedeutet, gemeinsam Strukturen aufzubauen, die langfristig tragen können.

    Warum Erdnüsse?

    Erdnüsse gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten Gambias. Sie sind nicht nur ein bedeutendes Nahrungsmittel, sondern auch eine wichtige Einnahmequelle für viele landwirtschaftliche Haushalte.

    Gleichzeitig stehen Kleinbauern vor großen Herausforderungen: begrenzter Zugang zu hochwertigem Saatgut, Dünger, Bewässerung, Finanzierung und Märkten erschwert es, aus Landwirtschaft ein stabiles Einkommen zu machen. Klimatische Veränderungen und unregelmäßige Niederschläge erhöhen die Risiken zusätzlich.

    Genau deshalb ist es wichtig, nicht nur Saatgut bereitzustellen.

    Es geht darum, landwirtschaftliches Wissen, Ressourcen und Möglichkeiten miteinander zu verbinden.

    Unser Projekt verfolgt deshalb mehrere Ziele:

    🌱 Landwirtschaft stärken

    Durch hochwertiges Saatgut und die Verbesserung der Anbaubedingungen.

    🥜 Ernten ermöglichen

    Damit aus dem Boden Nahrung und verwertbare Erzeugnisse entstehen.

    💼 Einkommen schaffen

    Einkommensmöglichkeiten sollen entstehen und Menschen wirtschaftlich stärken.

    ❤️ Witwen und Waisen unterstützen

    Menschen, die besonders häufig nur über begrenzte Möglichkeiten verfügen, sollen von den Erträgen profitieren.

    🌍 Eine langfristige Perspektive schaffen

    Denn nachhaltige Hilfe sollte nicht nach einer einmaligen Unterstützung enden.

    Ein Feld kann eine Zukunft sein

    Vielleicht sieht man auf einem Foto zunächst nur Erde. Ein paar Pflanzen. Ein Feld.

    Doch für die Menschen in Bafuloto kann darin viel mehr stecken.

    Eine Witwe, die mit ihrem eigenen Einkommen ihre Kinder versorgen kann.

    Ein junger Mensch, der nicht mehr nur nach einer Möglichkeit sucht, irgendwo Arbeit zu finden, sondern selbst etwas aufbauen kann.

    Eine Familie, die nicht jeden Tag Angst haben muss, ob die nächste Mahlzeit gesichert ist.

    Und eine Gemeinschaft, die Schritt für Schritt unabhängiger wird.

    Denn aus einem Stück Land kann mehr entstehen als eine Ernte.

    Es kann Zukunft entstehen.

    Möchtest du solche nachhaltigen Projekte unterstützen? 🌱

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