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    07. Oktober 2026

    Drei Jahre Krieg in Gaza: Was wir gemeinsam möglich gemacht haben

    Gaza

    Drei Jahre Krieg. Drei Jahre Leid, Verlust und Vertreibung. Und drei Jahre, in denen wir gemeinsam Menschen erreicht, Hoffnung geschenkt und konkrete Hilfe möglich gemacht haben.

    Drei Jahre Krieg in Gaza: Was wir gemeinsam möglich gemacht haben

    Am 7. Oktober 2026 jährt sich der Beginn des Gaza-Krieges zum dritten Mal. Drei Jahre, in denen Familien ihre Angehörigen, ihre Häuser und ihre Sicherheit verloren haben. Drei Jahre, in denen Kinder unter Bedingungen aufwachsen mussten, die kein Mensch erleben sollte. Drei Jahre, in denen Hunger, Durst, Verletzungen und die Suche nach einem sicheren Ort für unzählige Menschen zum Alltag geworden sind.

    Doch während die Not immer wieder neue Ausmaße annahm, haben wir gemeinsam mit euch nicht aufgehört zu helfen.

    Wir haben medizinische Versorgung ermöglicht, eine Schule aufgebaut, Wasser verteilt, Hilfslieferungen organisiert, Zelte nach Gaza gebracht und Familien mit Lebensmitteln, Schlafsäcken und Decken unterstützt. Im Laufe der Zeit kamen weitere Maßnahmen hinzu, um Menschen nicht nur kurzfristig zu erreichen, sondern sie auch im Alltag kontinuierlich zu versorgen.

    Hier erfährst du, was aus Deiner Unterstützung geworden ist. Denn hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, die dringend Hilfe benötigen – und Menschen, die sich entschieden haben, sie nicht allein zu lassen.

    Medizinische Hilfe, als sie dringend gebraucht wurde

    Als die medizinische Infrastruktur in Gaza zunehmend unter Druck geriet, bauten wir ein eigenes Medical Center direkt in Gaza auf. Damit wollten wir Menschen vor Ort medizinische Unterstützung ermöglichen, während der Zugang zu notwendiger Behandlung für viele Betroffene immer schwieriger wurde.

    Unser Medical Center war ein wichtiger Bestandteil unserer anfänglichen Nothilfe und für rund 18.000 Menschen monatlich eine unentbehrliche Anlaufstelle.

    Eine Schule, die Kindern Hoffnung gab

    Neben der medizinischen Versorgung wurde schnell deutlich, wie sehr der Krieg auch das Leben der Kinder zerstörte. Unterricht fiel aus, vertraute Strukturen brachen weg und für viele Familien rückte die Zukunft ihrer Kinder in immer weitere Ferne.

    Deshalb gehörte natürlich auch Bildung zu unserer Hilfe in Gaza. Wir ermöglichten den Aufbau einer Schule, in der rund 300 Kinder unterrichtet wurden.

    Was nach einem gewöhnlichen Schulalltag klingt, war unter diesen Bedingungen etwas Besonderes: Kinder konnten wieder lernen, Zeit mit Gleichaltrigen verbringen und ein Stück Normalität erleben.

    Wir wollten nicht nur auf die Not des Augenblicks reagieren. Wir wollten Kindern auch inmitten des Krieges die Möglichkeit geben, weiterzulernen und an eine Zukunft zu glauben.

    99.000 Liter Wasser: Wenn jeder Tropfen zählt

    Sauberes Wasser ist lebensnotwendig. Doch in Gaza wurde der Zugang dazu für unzählige Menschen zu einer täglichen Herausforderung.

    Deshalb gehörte die Wasserversorgung von Anfang an zu unserer humanitären Hilfe.

    Um Menschen schnellstmöglich mit Trinkwasser zu erreichen, stellten wir kurzfristig 99.000 Liter Wasser in Form von Wasserflaschen bereit. Diese Maßnahme war eine unmittelbare Antwort auf eine Notlage, in der selbst das Stillen des Durstes keine Selbstverständlichkeit mehr war.

    Doch unsere Wasserhilfe beschränkte sich nicht auf die kurzfristige Verteilung von Flaschen. Wir setzten auch auf den Ausbau der Wasserversorgung vor Ort, unter anderem durch Brunnen und Wasserstellen.

    Denn in einer Krise braucht es beides: schnelle Hilfe, wenn Menschen sofort Wasser benötigen, und Lösungen, die eine verlässliche Versorgung unterstützen.

    Hunger kennt keinen Aufschub: Unsere Foodbank in Gaza

    Mit der anhaltenden Zerstörung und Vertreibung verschärfte sich der Bedarf an Nahrungsmitteln. Für viele Familien wurde es immer schwieriger, ausreichend Essen zu beschaffen.

    Im Juni 2024 begann unsere Foodbank in Abasan al-Kabira im Süden des Gazastreifens. Später wurde die Lebensmittelhilfe auch auf Gaza-Stadt im Norden ausgeweitet.

    Die Zahl der täglich zubereiteten Mahlzeiten konnte im Verlauf der Hilfe von zunächst rund 1.200 auf 4.000 und zeitweise sogar 6.000 gesteigert werden.

    Heute bereiten wir täglich rund 4.000 warme Mahlzeiten zu.

    Hinter jeder Mahlzeit steht ein Mensch, der dringend Nahrung benötigt. Ein Kind, das wieder Kraft sammeln kann. Eine Mutter, die ihre Familie nicht mit leeren Händen versorgen muss. Ein älterer Mensch, für den eine warme Mahlzeit einen entscheidenden Unterschied machen kann.

    Hilfslieferungen nach Gaza: Hilfe, die Grenzen überwinden muss

    Humanitäre Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird, ist unter den Bedingungen in Gaza eine enorme Herausforderung. Zugangsbeschränkungen, schwierige Transportwege und bürokratische Hürden erschweren die Versorgung der Bevölkerung.

    Trotz dieser Herausforderungen haben wir zahlreiche Hilfslieferungen organisiert, um dringend benötigte Güter nach Gaza zu bringen.

    Ein besonderer Meilenstein war dabei die Möglichkeit, mit einer Sondergenehmigung, die Hilfsgüter in Rekordzeit nach Gaza zu bringen. Teilweise innerhalb von 7 Tagen.

    Hinter solchen Lieferungen steckt weit mehr als ein Transport. Hilfsgüter müssen organisiert, ihre Einfuhr ermöglicht und ihre Versorgung vor Ort koordiniert werden. Erst wenn die Hilfe die Menschen tatsächlich erreicht, kann sie ihre Wirkung entfalten.

    Jede erfolgreiche Lieferung war deshalb ein wichtiger Schritt, um dringend benötigte Unterstützung zu den Menschen zu bringen.

    Zeltstadt: Schutz für vertriebene Familien

    Wer sein Zuhause verliert, verliert weit mehr als vier Wände. Ein Zuhause bietet Schutz vor Wind und Wetter, Privatsphäre und einen Ort, an dem sich eine Familie sicher fühlen kann.

    Für unzählige Menschen in Gaza ist genau das verloren gegangen.

    Mit dem Aufbau unserer Zeltstadt konnten wir vertriebenen Familien darunter besonders in darunter Khan Younis und Deir al-Balaheinen Ort zum Unterkommen bieten.

    Doch ein Zelt allein reicht nicht aus. Menschen brauchen Wasser, sanitäre Einrichtungen und Möglichkeiten zur Körperpflege. Deshalb haben wir die Versorgung vor Ort weiter ausgebaut.

    Duschkabinen und Sanitäranlagen helfen dabei, grundlegende Bedürfnisse unter schwierigen Bedingungen zu erfüllen. Die Zeltstadt wurde so zu einem Ort, an dem verschiedene Hilfsmaßnahmen zusammenkommen und Familien Unterstützung finden können.

    Es ist kein Ersatz für ein Zuhause. Aber es ist ein wichtiger Beitrag dazu, Menschen in einer extremen Notsituation Schutz und Versorgung zu ermöglichen.

    Wenn die Kälte kommt: Schlafsäcke und Decken für Gaza

    Für viele Menschen ist der Winter eine Zeit, in der sie sich zu Hause in eine warme Decke hüllen und die Heizung aufdrehen können.

    Für Familien in Gaza, die in notdürftigen Unterkünften leben, sieht die Realität anders aus. Die Kälte dringt in die Zelte, Wind und Regen erschweren den Alltag und viele Menschen haben kaum Möglichkeiten, sich nachts ausreichend warm zu halten.

    Deshalb gehörten auch Decken und Schlafsäcke zu unserer Unterstützung.

    Im Rahmen unserer Hilfsmaßnahmen wurden unter anderem zahlreiche Decken bereitgestellt. Zusätzlich verteilten wir Schlafsäcke in unserer Zeltstadt, um vertriebenen Familien einen besseren Schutz vor der Kälte zu ermöglichen.

    120.000 Liter sauberes Wasser – jeden Monat

    Was für uns selbstverständlich ist, kann in Gaza eine große Herausforderung sein: den Wasserhahn aufzudrehen und sauberes Wasser zu erhalten.

    Deshalb versorgen wir unsere Zeltstadt jeden Monat mit 120.000 Litern sauberem Wasser.

    Das Wasser wird zum Trinken, Kochen und für die tägliche Hygiene benötigt. Es hilft Familien, ihren Alltag unter schwierigsten Bedingungen zu bewältigen, und ermöglicht Kindern, ihren Durst mit sauberem Wasser zu stillen.

    Bildung, Gemeinschaft und Momente der Kindheit

    Auch während wir die Grundversorgung ausgebaut haben, blieb eine weitere Frage wichtig: Was brauchen Kinder, damit sie nicht nur durch den Krieg kommen, sondern auch eine Zukunft vor sich sehen können?

    Deshalb haben wir in unserer Zeltstadt ein Bildungszentrum eröffnet.

    Dort erhalten Kinder Lernmöglichkeiten und Raum für Begegnungen. Sie können sich beschäftigen, gemeinsam lernen und Momente erleben, in denen nicht allein die Not im Mittelpunkt steht.

    Zusätzlich ermöglichen wir Aktivitäten für Kinder und Jugendliche. Gemeinsam mit DRC konnten wir beispielsweise eine Volleyballaktivität organisieren. Für einen Moment ging es um Bewegung, Teamgeist und gemeinsames Erleben.

    Solche Angebote können den Krieg nicht ungeschehen machen. Aber sie schaffen Raum für Freude und Begegnung – Dinge, die Kinder und Jugendliche dringend brauchen.

    Denn auch in Gaza sind Kinder nicht nur Menschen in einer humanitären Krise. Sie sind Kinder. Sie möchten spielen, lachen, lernen und mit Freunden zusammen sein.

    Unsere Hilfe soll deshalb mehr ermöglichen als das reine Überleben.

    Bargeldhilfe für 262 Familien und Waisenkinder

    Jede Familie hat andere Bedürfnisse. Manche benötigen dringend Lebensmittel, andere Hygieneartikel, Kleidung oder weitere Dinge des täglichen Lebens.

    Deshalb unterstützen wir Familien und Waisenkinder in Gaza auch durch regelmäßige Bargeldhilfe.

    Seit über zwei Jahren erhalten mittlerweile insgesamt 262 Familien und Waisenkinder jeden Monat finanzielle Unterstützung. Diese Hilfe wird unter anderem durch eure Zakat und weitere Spenden ermöglicht.

    Bargeldhilfe gibt den Menschen die Möglichkeit, notwendige Ausgaben selbst zu decken und auf ihre individuelle Situation zu reagieren.

    Sie bedeutet nicht nur finanzielle Entlastung. Sie gibt Menschen auch ein Stück Selbstbestimmung zurück – in einer Zeit, in der sie über vieles in ihrem Leben nicht mehr selbst entscheiden können.

    Drei Jahre später: Die Not ist nicht vorbei

    Drei Jahre Krieg lassen sich nicht in Zahlen fassen. Und keine noch so umfangreiche Hilfsmaßnahme kann das Leid ungeschehen machen, das die Menschen in Gaza erfahren haben.

    Auch wenn weniger über die Situation berichtet wird, bleibt der Bedarf an humanitärer Hilfe enorm. Familien sind weiterhin auf Nahrung und sauberes Wasser angewiesen. Vertriebene Menschen brauchen Schutz. Kinder benötigen Bildung und verlässliche Unterstützung.

    Deshalb bleiben wir vor Ort aktiv.

    Was all unsere Maßnahmen verbindet, ist die Bereitschaft, hinzusehen und zu helfen.

    Ihr habt aus Mitgefühl konkrete Hilfe gemacht.

    Dafür sagen wir Danke.

    Drei Jahre Krieg. Unzählige Schicksale. Und hinter jeder Zahl ein Mensch, dessen Leben zählt.

    Unsere Aufgabe ist nicht erfüllt, solange Familien auf das Nötigste warten, Kinder ohne ausreichende Versorgung aufwachsen und Menschen keinen sicheren Alltag haben.

    Mit deiner Spende hilfst du uns, die Nothilfe in Gaza fortzusetzen und Menschen mit dem zu unterstützen, was sie dringend benötigen.

    Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass Hilfe ankommt – heute, morgen und so lange, wie sie gebraucht wird.

    👉 Jetzt Nothilfe für Gaza unterstützen

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